







































|
Rocker - Motorrad
alles was Ihr wissen wolltet
und Links
Rocker
der, Angehöriger einer zunächst von Jugendlichen getragenen Subkultur, die
in den USA, dann auch im Europa der 1950er-Jahre durch einen die
bürgerliche Welt provozierenden Lebensstil (Rock-'n'-Roll-Musik,
Motorräder, Lederkleidung; aggressives und mitunter gewalttätiges
Auftreten) in Erscheinung trat. Heute bilden die Rocker eine etablierte
Subkultur mit organisierten Freizeitgruppen (z. B.
Motorrad-Freundeskreisen) und Musikklubs, wobei über die Vermarktung von
Musik, spezieller Rockerkleidung und Rockerartikeln eine weit gehende
Kommerzialisierung erfolgt ist.
Wenn
man in Deutschland über den "Rocker" spricht, fallen einem landesüblich
eher die Bilder von gediegenen V2-Treibern ein, die sich in einem
Motorrad-Club unter einem gemeinsamen Color zusammenfinden. Abgeleitet aus
der amerikanischen Geschichte heraus, in der die Hells Angels als
ehemalige Kampf-Piloten das Motorrad für sich entdeckten, um nach den
Kriegsaktivitäten den Mangel an Aufregung und Abenteuer - "a lack of life"
- zu kompensieren, einfach mal wieder so richtig Gas geben wollten. Solch
hierarchische Strukturen wie die der MCs mit Prospect und Presi waren den
englischen Rockers völlig fremd. Solch originäre Treffpunkte wie das Ace
Cafe mit einem derartig authentischen Charakter findet sich wiederum nicht
in dieser Form bei den Amis. Die Jungs, die zu den Rockers der englischen
Szene zählen, waren relativ jung, die Szenezugehörigkeit endete zumeist
mit einem Lebensalter von Mitte zwanzig, sobald Familien gegründet wurden.
Außerdem behandelten sie ihre Mädchen eher partnerschaftlich, wobei in der
englischen Gesellschaft generell Frauen sowieso mit eher angemessen hohem
Respekt behandelt werden. Und die Motorrädern gehörten ohnehin immer mit
dazu. Vincent, BSA, Norton, Triumph und Co. verkümmerten nicht etwa im
urbanen Mief innerhalb Londons, sondern bewährten sich auch gerne als
Langstrecken-Raketen bei den Wochenendtrips runter zur Küste nach Brighton
und ähnlichen Turns. Dabei eher im Rennstil über Distanzen, die locker an
die 300 bis 400 Meilen betragen konnten, hin zu vorher festgelegten
Zielen, wettkampfmäßig vorangetrieben. "Drop the coin right into the slot
and race to a given point and back before the record finished" - die "Record-Races"
quasi als Sprintrennen der Ton-Up-Boys, die gut als Übungslauf für die
Endurance-Rennen der Rockers übers ganze Land durchgehen. Schließlich gibt
es da noch kein MTV, kein Extasy, keine Playstation und all den Kram der
Neuzeit. Den Kick holen sich die Jungs pur, indem sie sich ihren Kaffee
oder Tee reinziehen, völlig "coffinated" die Music-Box anschmeißen und
hernach das hochgeschätzte Triebwerk seiner wahren Bestimmung zuführen. "Exciting
life!" Der Schlag des Twin-Motors passt zum speedigen, vorwärts treibenden
Rhythmus des Rock'n'Roll, gleichbedeutend mit dem beschleunigten
Herzschlag, mit exaltierten Lebensgenuss.
Was ist ein
MC?
MC heißt „Motorcycle Club“ und ist im Idealfall eine fest
geordnete Bruderschaft von 10 bis 20 Rockern.
Was ist ein
Colour?
Das Colour ist das Wappen des Clubs. Es ist in der Regel
dreiteilig mit Namen, Bild und Herkunftsort. Dazu kommen die Buchstaben
„MC“. Clubs sehen es nicht gerne, wenn ihr Colour oder Teile davon,
manchmal auch nur Farbkombinationen, kopiert werden.
Was ist ein Einprozenter?
Das 1 % Patch geht auf ein Ereignis im Jahr 1947 in Hollister
zurück. Während eines Renn-Wochenendes kam es zu Schlägereien und
Auseinandersetzungen mit der Polizei, die später als "Hollister Bash"
bezeichnet wurden. Die American Motorcycle Association (AMA) soll damals
die Wogen zu glätten versucht haben, indem sie verkündete, das nur ein
Prozent aller Biker zu derartigen Ausschreitungen neigen. Dabei kann es
sich um eine Legende handeln, denn die AMA dementiert eine solche
Behauptung. Trotzdem tragen die Outlawbiker seitdem das 1% Patch in
ironischer Verkehrung - aber auch mit Stolz.
Dürfen Freebiker ein Colour tragen?
"Freebiker" sind freie Biker, also Biker ohne Mitgliedschaft in
einem Club. Es wäre ein Widerspruch in sich, als Freebiker mit einem
Colour unterwegs zu sein. Trotzdem probieren es viele, oft mit
Rückenabzeichen aus einem Katalog. Wer so unterwegs ist, macht sich bei
Einprozentern lächerlich.
Wer Freebiker ist, und trotzdem ein Abzeichen auf dem Rücken tragen
will, dem empfehlen wir das "Freebiker Germany"-Patch. Es ist weder
dreiteilig, noch zeigt es die Buchstaben "MC". Es kann also mit keinem
gängigen Colour verwechselt werden.
Was ist eine Kutte?
Die „Kutte“ ist die ärmellose Weste, auf deren Rücken das
Colour getragen wird. Vorne ist in der Regel der Rang in der Clubordnung
abzulesen.
Was ist ein Chapter?
Wenn ein Club einen weiteren Club an einem anderen Ort unter
gleichem Colour gründet oder aufnimmt, so bildet er ein Chapter. Große
Clubs haben bis zu 20 oder mehr Chapter.

Wie gründe ich einen MC?
Grundsätzlich geht das nicht über Nacht. In jedem Fall müsst Ihr
als solide Gemeinschaft in der Szene eingeführt sein. Last Euch also
lange genug und zunächst ohne Colour blicken, macht Euch bekannt bei den
benachbarten Clubs und sprecht Euch mit ihnen ab. Andernfalls kann es
Ärger geben. MCs erheben nämlich häufig Gebietsansprüche
Was sind
Gebietsansprüche?
Clubs sehen es nicht immer gerne, wenn in ihrer Nachbarschaft
oder gar im gleichen Ort ein weiterer Club aufgemacht wird. Als Grund
wird die Vermeidung von Verwechslungen vorgegeben, weil am Ende sie die
Polizei vor der Tür haben, wenn andere Stress machen.
Das muss nicht immer stimmen. Grund für Gebietsansprüche sind oft genug
auch nur einfaches Revierverhalten und der Ehrenkodex, sich als Club für
seine Sache gerade zu machen. Auch gibt es kommerzielle Gründe, denn mit
einem Club und seinen Institutionen, wie Tätowierstudio oder
Motorrad-Werkstatt, läßt sich Geld verdienen.
Gibt es kriminelle MCs?
Grundsätzlich nicht! Allerdings kommt es vor, daß einzelne
Mitglieder oder gar ganze Clubs ins Rotlichtmilieu, in Drogenhandel oder
Schutzgelderpressungen verwickelt sind. Andere tun gerne so, als wäre
das der Fall, weil sie sich mit einem gefährlichen Eindruck schmücken
wollen. Das sind allerdings Ausnahmen, die von der bürgerlichen Presse
gerne breitgetreten werden.
Bei aller Klage darüber gilt: Grundsätzlich sind Rocker eben keine
Modelleisenbahner!
Wie werde ich Mitglied in einem MC?
Last Euch in der Szene blicken. . Jeder Club macht in der Regel
eine Party im Jahr und veranstaltet offene Abende in seinem Clubhaus.
Dort werdet Ihr schon ins Gespräch kommen, wenn Ihr nicht aufs Maul
gefallen seid.
Besauft Euch nicht sinnlos und rempelt keinen an. Schwallt niemanden
voll, gebt nicht an, seid offen und ehrlich. Dann werdet Ihr Anschluss
finden. Alles weitere ergibt sich. Auf eine eventuelle Mitgliedschaft
werdet Ihr beizeiten angesprochen, brecht nichts übers Knie!

Wie verläuft der weitere Weg zur Mitgliedschaft?
Zunächst wirst Du ein sogenannter „Hangaround“ sein. Du hängst
halt mit dem Club rum und machst vieles ohne Colour mit. Die offizielle
Anwartschaft beginnt als „Prospect“. Da trägst Du einen Teil des Colours
und mußt Dich über längere Zeit in Deiner Zuverlässigkeit für den Club
bewähren. Erst dann wirst Du eines Tages vollwertiges Mitglied, also „Member“.
Wie finde ich raus, welche Clubnamen oder Colours schon vergeben
sind?
Gewisse Namen und Namenskombinationen sind schon mehrfach
vergeben. Wer jetzt noch die Wörter „Black", „Death", „Rider", oder
„Biker" in seinem Namen unterbringen will, ist nicht nur phantasielos,
sondern selbst schuld. Auch gewisse Farbkombinationen in Schriftzügen
sind schon vergeben. Sie sind allerdings zu vielfältig und auch oft
regional gebunden. Wir können sie hier nicht aufzählen, zumal keine
dieser Auskünfte in der bunten und schnellebigen Clublandschaft jemals
verbindlich sein könnte. Lies aufmerksam die Clubnachrichten und halte
Dich eine Weile in der Szene auf. Dann bekommst Du ein Gespür für das,
was geht.
Welche Gesetze gelten in der Szene?
Niemand führt ein Gesetzbuch, und es gibt auch keine Richter,
deren Spruch Gültigkeit hätte. Auch wir sind weder Richter noch
Gesetzgeber.
Darüber hinaus gilt nur eines: Voreiligkeit ist fehl am Platz. Wer über
Nacht einen MC gründen will, weil ihm gerade ein Colour-Motiv
eingefallen ist, aber noch nicht mal eine Mitgliedergemeinschaft
vorweisen kann, der sollte sich über keine Folgen wundern. Es ist
grundsätzlich ratsam, sich mindestens eine Saison in der Szene
aufzuhalten und Treffen zu besuchen, um ein Gespür für die möglichen
Umgangsformen zu bekommen.
Was für ein Motorrad brauche ich als Rocker?
Hängt ganz vom Club ab. Bei vielen ist in der Clubsatzung der
Besitz einer Harley vorgeschrieben. Ansonsten werden Chopper jeder Art
bevorzugt. Das sind Motorräder, die aller überflüssigen Zubehörteile
entledigt wurden, um ein möglichst schnörkelloses und ehrliches Motorrad
zu fahren. Schnell muß es nicht immer sein, aber laut und in keinem Fall
von der Stange!
Wie bekomme ich so ein Motorrad?
Tja, genau die Erfahrung muß jeder echte Biker und Rocker
selbst machen. Man kann eben nicht alles fertig kaufen. Genau daran muß
jeder beweisen was er kann. Tips, wie man sich eine Harley baut „die
lang, schwarz und böse aussieht“ geben wir deshalb nicht! Im Ernst,
solche Fragen flattern immer wieder bei uns rein.
Wie kommt
man an eine Helmbefreiung?
Eine Helmbefreiung ist mit ärztlichem Gutachten möglich. Unsere
Erfahrung damit: Ihr werdet täglich einmal von der Polizei angehalten
und müßt eure Helmbefreiung aus der Jacke zerren. Bei der Gelegenheit
wirft der Wachtmeister auch gleich mal einen genaueren Blick auf euer
Maschinchen.

Muß mein Helm eine bestimmte ECE-Norm haben?
Nein. Auch Helme ohne ECE-Norm sind zulässig. Aber im Falle
eines Unfalles könnte es passieren, daß eure Versicherung sich beim
Zahlen querstellt. Offiziell nicht zulässig sind nur Helme, die
offensichtlich keine ausreichende Schutzwirkung bieten, wie
beispielsweise Bau-, Feuerwehr- oder Stahlhelme.
Kann die Polizei mein Motorrad nur aufgrund einer vermeintlich
zu lauten Auspuffanlage auf der Stelle beschlagnahmen und in Verwahrung
nehmen?
Normalerweise bekommt man einen Mängelbescheid und
gegebenenfalls die Aufforderung zu einer weiteren Vorführung. Aber auch
die Polizei weiß inzwischen, daß ihre Klienten zur Vorführung
ordentliche Dämpfer anschrauben, um just danach wieder mit Knalltüten
weiterzufahren. Deshalb zieht sie die Fahrzeuge oder auch nur die
Dämpfer zur Beweissicherung ein. Bei Harleys ist das inzwischen die
Regel, nicht die Ausnahme. Wer mit Knalltüten fährt, für den gilt
nämlich nur eins: Er darf sich nicht erwischen lassen!
Quellenverweis auf BIKERS NEWS
einige Links
www.hells-angels-germany.de/intro.php
www.bmcb.de/
www.bandidosmc.com/euro/
www.original81.de/
www.bigredmachine.nl/
theotherplacestuttgart.de/shop/index.html
route81.de/
deepcut.de/
weiter Links unter Clubs

Rocker
Witze
|
In
der Grundschule ist das Thema Berufsleben an der Reihe. Der kleine Max
wird gefragt, was er denn später mal werden möchte.
Er ganz stolz: "Ich will mal ein Rocker werden!"
Die Lehrerin fragt: "Ja, sag mal, weißt du eigentlich was das ist: ein
Rocker?"
"Na klar: 'n fettes Motorrad unterm Arsch, Bier saufen und Weiber
vögeln!"
Die Lehrerin läuft rot an, schreit rum und schickt ihn schließlich
vorzeitig nach Hause mit der Auflage, daß sich sein Vater unbedingt
bei der Frau Lehrerin melden muß.
Der Max kommt schließlich viel zu früh heim und da fragt ihn natürlich
gleich der Vater, warum er denn schon so früh daheim sei.
"Weil mich die Lehrerin nach meinen Berufswunsch gefragt hat."
"Ja und was hast Du gesagt?"
"Na, daß ich Rocker werden will!"
"Hä?"
"Na: fettes Motorrad unterm Arsch, Bier saufen ohne Ende und Weiber
vögeln!"
Darauf schmiert ihm sein Vater eine; wutentbrannt schickt er den Max
in sein Zimmer: "...und bis zum Abendessen überlegst Du Dir einen
vernünftigen Beruf!"
Nun es wird Abend und Max kam wieder aus seinem Zimmer.
Der Vater fragt ihn: "Na, und was haben wir denn jetzt für 'nen
Berufswunsch?"
Max ist ganz kleinlaut: "Ja ähm: ich werde ... Mini Rocker."
"Was soll denn das nun wieder?"
"Nun .... .... Fahrrad fahren, Milch trinken und wichsen..."

|
|








|