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+ + + + Tipps für Mofa und
Mopedfahrer + + + +
Tipps für Mofafahrer
Ein Moped ist ein Stück
Unabhängigkeit - ein Stück Freiheit. Mit Ihrem Moped sind Sie mobil,
können fahren, wohin Sie wollen und wann Sie wollen - natürlich immer
mit Helm und der vorgeschriebenen Fahrerlaubnis. Im Folgenden finden Sie
einige Tipps rund ums Mofa und Moped.
Mopedkauf aus
zweiter Hand
Wer sich nicht gleich ein funkelnagelneues Moped anschaffen will (oder
kann), kauft sich ganz einfach ein Gebrauchtgefährt. Achten Sie aber
beim Kauf auf folgende Punkte:

-
Verschaffen Sie sich
einen Marktüberblick, indem Sie über längere Zeit hinweg die
Zeitungs-Inserate beobachten.
-
Besuche bei Händlern
und Gespräche mit Freunden sind ebenfalls sehr informativ.Wenn
Sie sich das angebotene Moped anschauen, nehmen Sie nach Möglichkeit
jemanden mit, der sich ein bisschen damit auskennt. Wichtigster
Grundsatz: Nehmen Sie sich Zeit für die Überprüfung, bleiben Sie
cool und kritisch - es geht um Ihr Geld - Sie sind der Kunde!
-
Lassen Sie sich die
Betriebserlaubnis (als Eigentumsnachweis) zeigen. Und vergleichen
Sie die Eintragungen (Fahrgestellnummer, Typbezeichnung, Baujahr,
Reifengröße und Vergaserbezeichnung).
-
Prüfen Sie den
Allgemeinzustand. Sauberer, gepflegter Eindruck? Kilometerstand?
Normal sind ca. 5.000 Kilometer pro Jahr. Regelmäßiger Kundendienst?
Gibt es dafür Belege?
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Fragen Sie, ob die
Maschine unfallfrei ist. Schürfspuren am Lack, Auspuff, Pedalen
oder Fußrasten, Handgriffen, Handhebeln oder Spiegeln sowie Beulen
oder Risse an Tank, Scheinwerfer und Kotflügeln lassen auf einen Sturz
schließen.
-
Kaufen Sie kein
"frisiertes" Fahrzeug. Prüfen Sie, ob das Luftfiltergehäuse
montiert ist, ob die Vergaserbezeichnung mit der Betriebserlaubnis übe
reinstimmt und ob der Schalldämpfer (Auspuff) serienmäßig ist.
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Testen Sie auch die
Diebstahlsicherung - sie muss einwandfrei funktionieren.
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Sind Lack- und
Chromteile in Ordnung? Achten Sie auf Rostspuren oder Blasen.
Überprüfen Sie den Tank auch innen auf Rostschäden - mit einer
Taschenlampe - keinesfalls mit einem Streichholz oder Feuerzeug!
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Achten Sie darauf, dass
die Vorderradgabel nicht beschädigt bzw. gestaucht ist.
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Laufen Vorder- und
Hinterrad in einer Spur? Bitten Sie den Verkäufer auch, das
Fahrzeug aufzubocken bzw. vorne und hinten hochzuheben, damit Sie die
Räder einmal durchdrehen können. Räder, die "eiern" oder "schlagen",
müssen für teures Geld gerichtet oder gar ersetzt werden.
Verformungen bzw. feine Risse sind an Alu- Druckguss- Rädern nicht
mehr zu reparieren. Deshalb hier besonders genau hinschauen!
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Die Räder sollten kein
Spiel im Radlager aufweisen (lässt sich bei seitlichem Druck
gegen die Reifenflanke testen).
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Die Speichen
müssen vollzählig sein und beim leichten An schlagen mit einem
Schraubenzieher alle etwa den gleichen Ton haben.
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Prüfen Sie
Profiltiefe bzw. Verschleiß (Risse) und kontrollieren Sie, ob
Vorder- und Hinterradreifen zueinander passen (Reifengröße,
Reifenprofil).
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Die Bremsen
können Sie erst bei der Probefahrt testen. Prüfen Sie aber bereits bei
stehe ndem Fahrzeug, ob die Bremsschläuche und Leitungen dicht sind
und ob die Bremsscheiben schon Riefen haben.
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Schauen Sie sich die
Kette an. Sie soll weder trocken noch verrostet sein. Achten Sie
auch auf Zähne des Zahnkranzes: sind sie spitz abgenutzt, deutet dies
(zumindest bei einem relativ neuen Baujahr) auf eine wenig schonende
und aggressive Fahrweise hin.
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Prüfen Sie auch die
Kupplungshandkraft, den Kupplungsdruckpunkt, das "Trennen und
Zugreifen" der Kupplung.
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Lässt sich die
Lenkung leicht und gleichmäßig von Anschlag zu Anschlag bewegen?
Das Lenkkopflager muss spielfrei eingestellt sein und: die Telegabel
darf nicht "nackeln" wenn Sie diese mit beiden Händen an der
Vorderachse in Fahrzeuglängsrichtung vor und zurück bewegen.
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Testen Sie die
Seilzüge: sie müssen leichtgängig sein und weder ausgefranst noch
angerissen. Alle Handhebel und Drehgriffe müssen exakt arbeiten.
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Kontrollieren Sie den
Auspuff auf Geräuschentwicklung, Undichtigkeiten (auch an
Schweißnähten), Beulen und Durchrostungen. Ist die Auspuffhalterung in
Ordnung?
-
Funktioniert die
Beleuchtung einwandfrei? Sind Gläser und Reflektoren in Ordnung?
Sind Kabel brüchig oder Anschlüsse korrodiert?
-
Prüfen Sie auch die
Lagerung der Hinterradschwinge sowie die Federung und
Dämpfung. Die Wirkung muss gleichmäßig sein; das entlastete Rad
muss wieder in die Ausgangsstellung zurückkehren.
-
Springt der Motor
gut an? Sowohl kalt als auch warm? Nimmt er das Gas im gesamten
Drehzahlbereich "sauber" an oder gibt es Fehlzündungen?
Der Motor darf weder im Leerlauf noch bei gezogener Kupplung
scheppernde bzw. mahlende Geräusche von sich geben.
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Machen Sie unbedingt
eine Probefahrt, sorgen Sie aber dafür, dass vorher Motor und
Getriebe saubergewischt werden, damit Sie nach Abschluss der
Probefahrt sämtliche von außen zugänglichen Stellen auf
Undichtigkeiten prüfen können. Prüfen Sie aber auf jeden Fall vorher,
ob für das Fahrzeug die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht-
Versicherung besteht!
-
Achten Sie bei der
Probefahrt darauf, ob sich alle Bedienungselemente leichtgängig
betätigen lassen. Die Lenkung darf in keinem Fall flattern.
Greift die Kupplung ohne "rupfen" zu? Lassen sich alle Gänge bei
laufendem Motor exakt einlegen? Die Bremswirkung muss absolut in
Ordnung sein. Testen Sie Vorder- und Hinterradbremse einzeln, aber
auch gemeinsam. Wichtig ist die Dosierbarkeit der Bremsen. Die
Betriebswirkung soll sich bei zunehmendem Druck langsam und
gleichmäßig verstärken - ohne zu "rubbeln" - das gilt sowohl für die
Hand- als auch für die Fußbremse. Nach dem Lösen der Bremsen müssen
die Räder ohne Schleifgeräusche frei laufen.
Wenn Sie Mängel
festgestellt haben, sollten Sie unbedingt über den Preis reden und
überlegen, ob sich die Mängelbehebung überhaupt lohnt; holen Sie besser
fachkundigen Rat ein.
Vertrag ist Vertrag ...
Haben Sie sich entschieden, das Moped zu kaufen, machen Sie unbedingt
einen Kaufvertrag. Vertragspartner unter 18 benötigen übrigens
noch die Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter. Achten Sie darauf,
dass folgende Punkte im Kaufvertrag enthalten sind:
-
Name und Vorname,
Anschrift von Verkäufer und Käufer sowie deren
Ausweisnummern,
-
technische
Daten des Fahrzeugs, wie Hersteller,
Fahrzeugtyp, Hubraum und Motorleistung, Baujahr, Gesamtfahrleistung/
km-Stand, mitverkauftes Zubehör
-
und natürlich der
Verkaufspreis in Worten.
Lassen Sie sich vom
Verkäufer bestätigen, dass das Fahrzeug sein unbeschränktes Eigentum
ist, nicht mit Rechten Dritter belastet ist, dass er das Recht hat, sein
Eigentum zu veräußern und dass sich das Fahrzeug in einem
verkehrssicheren Zustand befindet. Mängel müssen schriftlich aufgeführt
sein.
Unfallschäden
müssen vom Verkäufer genannt werden. Verschweigt er sie, können Sie den
Kauf rückgängig machen.

Außerdem sollte im
Kaufvertrag Datum und Uhrzeit der Fahrzeugübergabe vermerkt
werden, denn erst von diesem Zeitpunkt an tragen Sie als Käufer die
Verantwortung für die evtl. mit dem Fahrzeug festgestellten
Verkehrsübertretungen.
Häufig findet sich auch
noch der Vertragspassus "mündliche Nebenabreden insbesondere über
eventuell zugesicherte Eigenschaften des Fahrzeugs sind ungültig. Soweit
nichts Abweichendes vereinbart wurde, gelten die Bestimmungen des
Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB)". Halten Sie alles schriftlich fest.
Eine bestehende
Versicherung geht auf den Käufer über (Gültigkeit prüfen). Lassen
Sie sich den Versicherungsschein aushändigen und vergleichen Sie das
Mopedkennzeichen am Fahrzeug mit dem im Versicherungsschein. Wenden Sie
sich dann an die jeweilige Versicherung (Name und Anschrift sind im
Versicherungsschein genannt). Der Versicherungsschein wird dort auf
Ihren Namen umgeschrieben.
Den Empfang des
Fahrzeugs inklusive Zubehör, der allgemeinen Betriebserlaubnis, des
Versicherungsscheins und der Schlüssel werden Sie dem Verkäufer
bestätigen, dieser quittiert Ihnen den Empfang des Kaufpreises.
"Frisieren" lohnt sich nicht
Wer sein Mofa, Moped oder Mokick durch unerlaubte Tricks schneller
macht, bekommt eine Menge Probleme und Ärger mit der Polizei, dem TÜV
und der Versicherung. Er muss mit ein paar Hundert Mark Strafe und 6
Punkten in der Verkehrssünderkartei in Flensburg rechnen. Außerdem
besteht bei einem Unfall kein Versicherungsschutz.
Die gesetzlich zulässigen Höchstgeschwindigkeiten betragen beim Mofa 25
km/h, beim Moped oder Mokick 50 bzw. 60 km/h (gilt nur für Fahrzuege aus
den neuen Bundesländern, die bis zum 29.02.1992 erstmals in den Verkehr
gekommen sind). Wer schneller fährt (oder fahren könnte), riskiert eine
Strafe wegen "Fahrens ohne Fahrerlaubnis" und dazu 6 Punkte in der
Flenburger Verkehrssünderkartei.
Quelle:Kreis-Borchen.de
Alle Angaben erfolgen
selbstverständlich ohne Gewähr.
Die Daten wurden dem
Hersteller entnommen.
Sollte dennoch irgend eine
Angabe falsch sein,
so sendet uns bitte eine
E-Mail damit wir es korigieren
können.
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